Zukunftswerk - Nachhaltigkeit genau genommen
Irgendetwas müssen wir tun, gegen den Klimawandel. Da sind sich selbst Luisa Neubauer und Christian Lindner einig. Doch wenn es um das wie geht, dann scheiden sich die Geister. Genau dieses "wie" erkunden wir im Zukunftswerk Podcast. Ausführlich und detailreich, so besprechen wir die komplexen Fragen rund um Nachhaltigkeit und Klimawandel in Politik und Wirtschaft. Dabei schauen wir uns an, wie diese großen Themen konkret uns, unseren Alltag und unsere Arbeit beeinflussen werden. Wir, das ist die Zukunftswerk e.G., die wahrscheinlich südlichste Nachhaltigkeitsberatung Deutschlands, ein kleines Team mit langjähriger Erfahrung in der Nachhaltigkeitsberatung, der CO2-Bilanzierung, dem Emissionszertifikatehandel und mit einem großen Interesse an einer zukunftsfähigen Gesellschaftsgestaltung. Mehr zum Zukunftswerk und den Themen Klimawandel und Nachhaltigkeit gibt es hier: www.zukunftswerk.org/blog
Zukunftswerk - Nachhaltigkeit genau genommen
Wohlstand für alle? Soziale Nachhaltigkeit (2)
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Mit Anlass des 10-jährigen Jubiläums von Zukunftswerk schauen wir in dieser Podcastreihe auf die Entwicklungen verschiedener Nachhaltigkeitsaspekte über die vergangen 10 Jahre. Wo haben wir es geschafft, signifikante Veränderung rechtzeitig umzusetzen und an welchen vielleicht unbekannten Stellen versagen wir? In diesem zweiten Teil zur sozialen Nachhaltigkeit nehmen wir uns das Thema Wohlstand vor.
Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts war vielerorts mit einem sozialen Aufstieg verbunden. Für Deutschland, aber vor allem auch global. Hält diese Entwicklung auch im 21. Jahrhundert an? Gibt es einen Aufstieg durch alle Schichten der Gesellschaft, oder klafft die Einkommensschere immer weiter? Heute schauen wir uns die entsprechenden Trends im Zusammenhang mit den SDGs 1 “Keine Armut” und 10 “Weniger Ungleichheiten” genau an.
Buchtipp: "Die Ungleiche Welt" (Milanović, 2016)
Audiozitate:
"Ulrich Schneider über die Armutssituation in Deutschland" (tagesschau.de, 2021)
Friedrich Merz, aus "Man kannn nicht jede Teuerung durch staatliche Mittel kompensieren" (Bericht aus Berlin, 2022)
Quellen:
Zum internationalen Dollar: Wikipedia | Weltbank | Umrechnungskurs laut IMF (2022)
"Share of population in extreme poverty" (OWID, World Bank PovcalNet)
"COVID-19 has led to the first rise in extreme poverty in a generation" (UNStats, 2021)
"Global Extreme Poverty" (Roser, Ortiz-Ospina, OurWorldInData, 2019)
"Share of population living in poverty by national poverty lines" (OurWorldInData, 2022)
"Der Paritätische Armutsbericht 2021" (Der Paritätische Gesamtverband, 2021)
"Population by Income Level" (OWID, 2022)
"Long-term trends in income distribution - a global perspective" (Obst und Global Labour University, 2015)
Musik:
Intro Jingle von Steven Reich; Outro Song: Morning Routine by Ghostrifter Official | | Music promoted by https://www.free-stock-music.com | Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported | Übergangsjingles von
Kontakt: steven.reich@zukunftswerk.org | Impressum | Website
Einleitung:
Wohlstand für alle.
Intro Jingle
Mit dem Titel sprach sich bereits Ludwig Erhard 1957 für die Abschaffung der Armut in einem unter seinem Namen veröffentlichten Buch aus. Nun, zumindest Wohlstand für alle Deutschen mag ihm im Sinn gewesen sein.
Ein politisches Versprechen das heute von bekannten Politikerinnen als gebrochen beschrieben wird. Dabei scheint die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts doch so eng mit dem sozialen Aufstieg verknüpft zu sein.
Zeigen nun also die Entwicklungen des 21. Jahrhunderts die Umkehr eines einst positiven Trends? Oder entwickelt sich der Wohlstand weiterhin besser als gedacht? Wie haben sich Wohlstand und sozioökonomische Ungleichheit über in den letzten 10 Jahre entwickelt? Gibt es einen Aufstieg in allen Klassen, oder klafft die Einkommensschere immer weiter?
Intro Jingle Ende
Mit Anlass des 10-jährigen Jubiläums von Zukunftswerk, schauen wir in dieser Podcastreihe auf die Entwicklungen verschiedener Nachhaltigkeitsaspekte über die vergangen 10 Jahre. Wo haben wir es geschafft, signifikante Veränderung rechtzeitig umzusetzen und an welchen vielleicht unbekannten Stellen versagen wir? In diesem zweiten Teil zum Thema “soziale Nachhaltigkeit” nehmen wir uns genau dieses Thema “Wohlstand” vor und versuchen, die eben gestellten Fragen zu beantworten. Für Deutschland, aber vor allem auch global.
So ist die Bekämpfung von Armut und Ungleichheit auch in unseren geliebten Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen tief verankert. “Keine Armut”, heißt da Ziel 1 und Ziel 10 ist mit den leicht weniger absoluten Wörten “Weniger Ungleichheit” betitelt. Was diese Ziele im genauen erreichen wollen, und ob wir auf dem richtigen Weg sind, um sie schon 2030, also in 8 Jahren, umzusetzen, darum geht’s in den nächsten 10 Minuten.
Übergangs Jingle
Armut
SDG1 Keine Armut besteht aus 7 Unterzielen. Da die letzten 5 Unterziele die noch bevorstehende Umsetzung der ersten beiden voraussetzen und Teils auch nur schwer messbar sind, möchte ich mich auf 1.1 und 1.2 konzentrieren. Die sind im übrigen auch schon sehr ambitioniert.
Das grundsätzliche Ziel ist die vollkommene Beseitigung von extremer Armut. Bis 2030 soll also niemand mehr in extremer Armut leben. Aber was bedeutet extreme Armut überhaupt?
Tatsächlich ist dieser Begriff ist ganz präzise definiert: Wer weniger als 1,90 in internationalen Dollar pro Tag zur Verfügung hat, lebt per Definition der UN in extremer Armut. Bevor man jetzt verstehen kann, wie wenig Geld das ist, stellt sich die Frage, was internationaler Dollar überhaupt sind.
Der internationaler Dollar ist eine Vergleichswährung und wird für jedes Land einzeln berechnet. Dabei wird geschaut, wie viele lokale Währungseinheiten es benötigt, um die gleiche Menge an Gütern zu kaufen, wie der durchschnittliche US-Amerikaner mit einem Dollar kaufen kann. Die Vergleichswährung berücksichtigt also die regionale bzw nationale Kaufkraft und die Durchschnittspreise von Gütern des Landes.
Dementsprechend repräsentiert ein internationaler Dollar auch in jedem Land eine Unterschiedliche Menge an Echtwährung. Laut der Berechnung des IMF repräsentiert ein solcher Dollar in Deutschland zum Beispiel 0,73 Euro Cent, in Griechenland aber lediglich 0,53 Euro Cent. Obwohl die Währung die gleiche ist, entstehen durch die unterschiedlichen Preise demnach unterschiedliche Beträge.
Für einen griechischen Bürger liegt die extreme Armutsgrenze so momentan bei 1€ pro Tag, für den oder die Deutsche bei 1,39€. Mit Hilfe dieser Einheit können wir also sagen, dass laut der UN extreme Armut in Deutschland bei knapp 42€ im Monat anfängt, in Griechenland erst bei 30€.
Wenn man sich nun vorstellt was man sich mit 42€ pro Monat in Deutschland leisten kann, bekommt man eine gute Vorstellung wie extrem diese Definition von extremer Armut also ist. In Uganda sind 1,9 internationale Dollar pro Tag zum Beispiel 19,35€ pro Monat.
Okay, damit sollte der internationale Dollar ausreichend erklärt sein. Es handelt sich um eine Vergleichswährung die die Kaufkraft berücksichtigt. Wie ist also die Lage? Wie viele Menschen sind unter dieser extrem niedrigen Einkommensgrenze. Nun, in Deutschland sind es laut Weltbank und Our World in Data 0%. Niemand lebt hier in extremer Armut, zumindest laut Statistik. In Griechenland sind es 0,14%, in den USA knapp über 1% und in der Demokratischen Republik Kongo… 71% der Bevölkerung! In Südsudan sogar über 80%. Man mag es sich wirklich gar nicht vorstellen.
Aber wir sind ja hier, um zu schauen, wie die Entwicklung der letzten 10 Jahre ausschaut. Also, wo ging die Reise hin? Der letzte erfasste globale Datenpunkt stammt aus 2017. Wir schauen uns also den Trend seit 2007 an. 2007 befanden sich noch 19.7% der Weltbevölkerung in extremer Armut. 2017 waren es mit 9,3% signifikant weniger Menschen.
Jedoch ist die Entwicklung seit 2013 abgeschwächt. Die Zahl sinkt zwar weiter, aber der Trend ist flacher geworden. Und hinzu kommt auch noch eine Prognose von UNStats laut der es während der Pandemie zum ersten Anstieg der Armut seit 1998 gekommen ist; von 645 Millionen Menschen in 2017 auf bis zu 751 Millionen in 2021.
Ohne Berücksichtigung der neuesten aktuellen Prognose, scheint die Erreichung des Ziels für 2030 trotz des zuvor abflachenden Trends auf den ersten Blick also möglich. Leider bilden die Studien mehrerer renommierter Institutionen einheitlich weniger postive Prognosen. Denn in Sachen extreme Armut gibt es regional erhebliche Unterschiede.
In Europa und Nordamerika ist extreme Armut kaum vorhanden, und auch in Südamerika ist die Zahl verschwindend gering. Momentan konzentriert sich diese Armut also drei Regionen: Südasien, Ostasien und die Pazifikstaaten, und Subsahara Afrika. Der starke Rückgang fand in den letzten Jahren hauptsächlich in den ersten beiden dieser Regionen statt und die Prognosen sehen dort auch einen weiteren Rückgang. Im Afrika südlich der Sahara wird jedoch ein leichter Anstieg der Armut in absoluten Zahlen erwartet.
Während das Ziel 1.1 der SDGs also im größten Teil der Welt erreichbar zu sein scheint, scheitern wir global an der prekären Lage innerhalb Afrikas. Das erklärt wohl auch die Abflachung des Trends, die ich eben erwähnte, denn das Reduktionspotential konzentriert immer mehr auf Afrika.
Bis 2030 schaffen wir es wohl nicht, selbst wenn der Rest dieses Jahrzehnts weniger kriesenreich wird.
Übergangs Jingle
Und wie erwähnt, wenn 0% in extremer Armut leben würden heißt das nicht, dass niemand mehr in Armut lebt. Darüber ist sich auch die UN bewusst. Daher wird das gerade besprochene Ziel 1.1 auch direkt mit einem 2. Ziel gefolgt. “Bis 2030 soll demnach der Anteil der Personen, die in Armut nach der jeweiligen nationalen Definition leben, mindestens um die Hälfte gesenkt werden.” Auch das möchte ich kurz beleuchten.
Wo liegt nun der Unterschied zwischen extremer Armut und national definierten Armutsgrenzen?
Der relevante Indikator ist hier der Anteil der nationalen Bevölkerungen, der unter der jeweiligen national definierten Armutsgrenze lebt. Während die Vergleichbarkeit hier geringer sein mag als bei internationalen Dollar, legt die Metrik die Latte um einiges höher und wird somit interessanter bei der Betrachtung von entwickelten Ländern.
Der Hauptgeschäftsführer des paritätischen Gemeinschaftsverbands Ulrich Schneider veranschaulichte in einem Interview von tagesschau24 im Jahr 2021, wie Armut in Deutschland zu definieren ist.
Audiozitat (min 2:08)
In Deutschland waren nach dieser Definition 2009 15,6% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze, 10 Jahre später waren es 18,5, ein Anstieg von 3 Prozent. In der Schweiz stieg der Anteil im gleichen Zeitraum um 0,5%, während er in Österreich sehr leicht abnahm. In Schweden stieg er um 1,5%, in Italien um 1,4%, während er in Griechenland ein gutes stück abnahm. Als Datenquelle diente hier übrigens die “Global Database of Shared Prosperity” der Weltbank. Anderen Quellen, wie zum Beispiel der Paritätische Gesamtverband, geben leicht abweichende Zahlen an, die jedoch die hier beschriebenen Entwicklungen trotzdem bestätigen.
Auf Basis dieser Zahlen lässt sich sagen, dass, während die Armut in Entwicklungsländern im Durchschnitt abgenommen hat, der Trend in vielen OECD und europäischen Ländern umgekehrt ist. Weiter kann man festellen, dass es keinen einheitlichen Trend innerhalb Europas gibt. Zu großen positiven Änderungen kommt jedoch fast nirgends.
Was lässt sich also abschließend zum Thema Armut sagen? Nun, unter globaler Betrachtung ist festzustellen, dass die Armut in den letzten 10 Jahren, wie auch die Jahrzehnten zuvor, massiv abgenommen hat und sich zumindest bis vor der Pandemie außerhalb Afrikas auf dem Weg befand, das Grundziel des SDG1 zu erreichen. In bereits “reichen” Ländern, wie denen Europas, ist keine einheitlicher Trend festzustellen. Hier werden die Entwicklungen in Sachen Wohlstand bei Betrachtung des SDG 10 jedoch sehr viel klarer.
Übergangs Jingle
Ungleichheit
“Die Ungleichheit innerhalb und zwischen den Ländern ist ein anhaltender Grund zur Sorge. Trotz einiger positiver Anzeichen für eine Verringerung der Ungleichheit in einigen Bereichen, wie z. B. die Verringerung der relativen Einkommensungleichheit in einigen Ländern (...), besteht die Ungleichheit weiterhin.”
So beginnt die UN ihre Erklärung zum SDG 10. Es klingt… nicht sonderlich zuversichtlich. Und tatsächlich, während bei der extremen Armut in den letzten 10 Jahren, zumindest außerhalb Afrikas, große Fortschritte gemacht wurden, ist das Bild hier sehr viel trüber.
Zudem ist Ungleichheit ein noch sehr viel komplexeres Thema. Daher gibt es 10 Unterziele. Laut dem ersten Unterziel soll das Einkommen der ärmsten 40% eine Landes in zukunft schneller wachsen als der nationale Durchschnitt. Die Armen sollen also mehr in die Mitte rücken. Ähnliches streben ein paar weitere Ziele an.
Dann gibt es noch einige die sich auf die Regulierung der Finanzmärkte u.Ä beziehen, und dann noch sehr wichtige Ziele die vor allem die Ungleichheit durch Diskriminung aufgrund von Geschlecht, Alter, Behinderung, Ethnie, Hautfarbe, Herkunft, Religion, oder Milieu abschaffen möchten.
Das sind nicht nur komplexe Themen, sonder das ist alles auch schwer zu messen. Vor Allem auf einem globalen Level. In unserer Betrachtung der Ungleichheit können wir also nur relativ oberflächlich bleiben. Ausführlichere Quellen und Bücher, sind wie immer in der Beschreibung dieser Folge verlinkt.
Aber einen wichtigen Teilaspekt möchte ich hier trotzdem Beleuchtet. Allgemeine Einkommensungleichheit. Dazu ist es relativ leicht nationale Zahlen zu finden. Der globale Vergleich fällt jedoch schwer. Das habe ich versucht zu umgehen, indem ich mir angeschaut habe, wie viel Prozent der Weltbevölkerung je in die vier Einkommensklassen “hohes”, “oberes mittleres”, “unteres mittleres” und “unteres” Einkommen fallen. Das ist zwar nicht die präziseste Variante, aber sie schafft ein gutes Bild. Da die Entwicklungen hier etwas langsamer verlaufen, schauen wir zudem auf die letzten 20 Jahre.
Der Anteil der Gesamtbevölkerung der in die höchste Klasse fällt fiel in diesem Zeitraum um knapp 3%, das obere Mittel schrumpfte um etwas mehr als 2%. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass mehr Menschen weniger als den Durchschnitt zur Verfügung haben als noch vor 20 Jahren. Über 5% mehr. Die Schere ging auseinander. Nun ist diese Analyse etwas dürftig, daher habe ich mir auch einen Bericht der Global Labour University zum Thema durchgelesen. Die haben anhand vieler verschiedener Datensätze ein genaueres Bild zeichnen können. Aus der Zusammenfassung des Berichts möchte ich einen längeren Auschnitt zitieren:
"Die empirische Analyse zeigt, dass der Anstieg der nationalen Einkommenssteigerungen in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften am stärksten ausgeprägt sind. Die Schwellenländer weisen ebenfalls einen Aufwärtstrend beim Volkseinkommen auf, der jedoch weniger erheblich ist. Die am wenigsten entwickelten Volkswirtschaften hingegen sind von diesem Trend abgekoppelt und bleiben isoliert. (...)Sowohl die Ungleichheit der verfügbaren Einkommen als auch die Ungleichheit der Markteinkommen haben haben in den letzten 30 Jahren zugenommen. Die Lohnspreizung hat ebenfalls erheblich zugenommen und zu einer größeren Einkommensungleichheit beigetragen. Darüber hinaus haben die Eskalation der Spitzeneinkommensanteile sowie die Ausweitung der Niedriglohnbeschäftigung zu einer wachsenden Kluft zwischen zwischen den oberen und den unteren Einkommensbeziehern geführt.” Zitat
Die Lohnungleichheit nimmt demnach auf mehreren Ebenen zu. Zwischen den Ländern, und auch Innerhalb der Länder zwischen den verschiedenen Klassen. Das geschlechtsspezifische Lohngefälle hat im gleichen Zeitraum in den meisten Ländern entweder leicht abgenommen oder stagniert. Hier kam es seltener zum Anstieg der Ungleichheit. Das bedeutet allerdings lediglich, das innerhalb der Klassen, oder unter Umständen auch vor allem bei den Gutverdienern die Kluft kleiner geworden ist. Des weiteren fällt die Ungleichheit auch hier meist nur langsam, wie sich auch im Fall Deutschlands bestätigt. Deutschland hat im westlichen Vergleich übrigens eine überdurchschnittlich hohe Ungleichheit.
Wie erwähnt, die Zahlen kratzen nur an der Oberfläche dieses Komplexen Themas, und sie befassen sich hauptsächlich mit finanzieller Ungleichheit. Und doch bildet sich ein interessantes Bild.
Wer nur auf den Wohlstand schaut, auf den Rückgang der extremen Armut, der bekommt ein anderes Bild als die, die die Entwicklungen zwischen den Einkommensklassen betrachten. Und dennoch sind die immensen Fortschritte bei der Armutsbekämpfung viel Wert. Ein
uneinheitliches Fazit.
Wer heute in Richtung Zukunft schaut, scheint ins ungewisse zu schauen. Hieß es aus der CDU in den 50ern noch “Wohlstand für alle”, kommen aus dem Kopf der Partei heute, ganz andere Worte.
Zitat von Friedrich Merz (min. 06:00)
Wieviel Wahrheit in solchen Aussagen steckt, das kann nur die Zukunft zeigen. Im Globalen Vergleich geht es uns hier auch eigentlich schon ziemlich ziemlich gut.
Für heute ist aber erstmal Schluss. Hoffentlich habe ich nicht all zu viel doom and gloom verbreitet. Falls dem so ist, entschuldige ich mich. Die nächste Folge, in 2 Wochen, wird super optimistisch. Thema: Ozonloch, eine wahre Erfolgsgeschichte.
Die Quellen zu allen genannten Zahlen, die auch als Grundlage der Prognosen dienten, finden sich natürlich der Beschreibung dieser Folge. Dort gibt es wie immer auch noch zusätzlichen Material zum lesen und anschauen, für diejenigen, die mehr als nur an der Oberfläche kratzen möchte.
Ich bedanke mich fürs zuhören. Tschüss.