Dienstags im Koi - der Podcast von kulturmanagement.net

Folge 3: Vor dem Ausblick ist nach dem Rückblick

Julia Jakob, Kristin Oswald, Dirk Schütz, Olivier Marchal Season 1 Episode 6

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In dieser Folge "Dienstags im Koi" blicken Julia Jakob und Kristin Oswald zurück auf das Jahr 2023 und geben Ausblicke darauf, was 2024 auf euch wartet – oder warten könnte. Wir sind auf alle Fälle  gespannt, welche interessante Themen das neue Jahr mit sich bringt – lasst uns also auch weiterhin gern wissen, was ihr euch (redaktionell) von uns wünscht. Frohes Hören 😊 🎧  Die Folge wurde am 13.12.23 aufgezeichnet. 

Jahresrückblick 2023: https://www.kulturmanagement.net/Themen/Jahresrueckblick-2023-Nur-gute-Nachrichten-zum-Jahresausklang,4625 

Leitfaden Projektförderung: https://www.kulturmanagement.net/Downloads/Leitfaden-Projektfoerderung-inkl-Tabellen-Vorlage,35

Magazin Fachkräftemagel: https://cdn.kulturmanagement.net/dlf/3850bdb1e53b36291200bf95d7bbad32,1.pdf 

Beitrag KI statt Personal: https://www.kulturmanagement.net/Themen/Fachkraeftemangel-und-Innovationsdruck-KI-statt-Personal,4593

Themenreihe Personal: https://www.kulturmanagement.net/Themen,1,123

Institut für kulturelle Teilhabe Berlin (IKTF) Kulturelle Teilhabe in Berlin 2023: https://www.iktf.berlin/pressemitteilungen/couch-statt-kultur/

Blog Rainer Glaap: https://publikumsschwund.wordpress.com/

Profil Thomas Renz: https://www.iktf.berlin/team/renz/

Social Media History: https://smh.blogs.uni-hamburg.de/

Wissenschaftsbarometer 2023: https://www.wissenschaft-im-dialog.de/projekte/wissenschaftsbarometer/wissenschaftsbarometer-2023/ 

Dokumentation Band Echt: https://www.ardmediathek.de/serie/echt-unsere-jugend/staffel-1/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9zZGIvc3RJZC8xNTY3/1 

Dokumentation VIVA: https://www.ardmediathek.de/serie/die-viva-story-zu-geil-fuer-diese-welt/staffel-1/Y3JpZDovL21kci5kZS9zZW5kZXJlaWhlbi9hcmRrdWx0dXItdmlhLXN0b3J5LXN0YWZmZWxzZXJpZQ/1 

Transkription der Folge: https://www.buzzsprout.com/2204591/episodes/14270399

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Intro

Ihr hört Dienstags im Koi, der Podcast von kulturmanagement.net mit Kristin Oswald und Julia Jakob im monatlichen Gespräch über die Kulturwelt.

 

Julia Jakob

Hallo liebe Hörende, zu dieser Ausgabe von unserem Podcast Dienstags im Koi im neuen Jahr. Wir hoffen natürlich, dass ihr alle gut in 2024 gestartet seid und vor allem auch gesund oder zumindest gesünder als wir es jetzt Mitte Dezember bei der Aufnahme dieser Folge sind, weil tatsächlich hat Corona doch bei uns im Büro nochmal ordentlich zugeschlagen. Während der letzten drei Pandemiejahre war das nie der Fall, dass wir irgendwie mehrere Corona-Ausfälle zeitgleich hatten, aber jetzt gerade ist es so.

Und ja, Kristin und ich sind heute gerade noch etwas am Auskurieren, deswegen nicht wundern, wenn wir ein bisschen anders klingen als sonst. Das soll uns aber nicht davon abhalten, hier dennoch ein paar Worte zum Jahreseinstieg für unser Kulturjahr 2024 zu finden.

 

Kristin Oswald

Genau, auch von mir herzliche Grüße und willkommen im neuen Jahr. Bitte entschuldigt, falls ihr uns heute ein bisschen schniefen und röcheln hört. Wir geben uns alle Mühe, dass wir euch trotzdem gut natürlich durch diese Folge unseres Podcasts begleiten.

Wir freuen uns sehr, dass wir es ins Jahr 2024 geschafft haben mit euch zusammen und dass ihr uns hoffentlich auch in diesem Jahr wieder gewogen bleibt. Heute möchten wir mit euch natürlich über das neue Jahr sprechen und darüber, was wir uns für das Jahr wünschen und wie wir auch auf das letzte Jahr schauen. Und weil Jule in guter Tradition auch 2023 wieder unseren Jahresrückblick geschrieben hat, würde ich direkt an sie übergeben, damit sie das Jahr noch mal für uns rekapitulieren kann.

 

Julia Jakob

Ja, also für alle, die den Jahresrückblick noch nicht gelesen haben, wäre das jetzt auch natürlich noch mal eine Gelegenheit, das nachzuholen im Anschluss, nachdem ihr die Podcast-Folge gehört habt. Oder ihr pausiert, ihr findet den Link dazu auch wieder in den Shownotes. Und tatsächlich, wenn man so auf das große Gesamtgeschehen in 2023 blickt, ist das natürlich weiterhin ein Jahr, das irgendwie von sämtlichen Kriegskrisen und anderen Schreckensmeldungen geprägt war, weshalb ich versucht habe, auch in unserem Jahresrückblick den Fokus eher auf gute Nachrichten zu legen, weil ich weiß nicht, wie es den Hörenden da draußen geht und dir jetzt gerade auch, Kristin, aber ich merke schon, dass mich das aktuelle Zeitgeschehen mitunter doch sehr runterzieht und es dann aber umso wichtiger ist, all das Gute, was auch passiert, nicht aus dem Blick zu verlieren.

Und ich habe zwar eigentlich versucht, mich in diesem Jahresrückblick wieder etwas kürzer zu halten, das ist natürlich wie immer nicht gelungen, weil es doch mehr positive Dinge auch gibt, die sich entwickeln. Also, wenn wir allein gucken, dass beispielsweise das Thema Nachhaltigkeit mit Blick in unsere klimafreundliche Reihe einfach weiterhin so stark an Beiträgen gewachsen ist, dann ist es schon ein Zeichen dafür, dass sich da im Kulturbetrieb weiterhin was tut. Aber natürlich auch, wenn wir bei der Nachhaltigkeit bleiben, das nicht nur aus der ökologischen Perspektive betrachtet wurde, sondern insbesondere in der zweiten Jahreshälfte von 2023 auch immer mehr das Thema soziale Nachhaltigkeit in den Fokus gerückt ist.

 

Darüber haben wir uns ja auch schon in den letzten Podcast-Folgen unterhalten. Und das sind für mich einfach Zeichen, dass sich da auf jeden Fall etwas tut, dass immer mehr Kulturschaffende auch bestimmte Missstände sich trauen, anzusprechen. Ich meine, das haben wir mit der MeToo-Bewegung auf jeden Fall ganz stark gehabt, aber genau, dass es jetzt nicht nur Diskriminierungsformen sind, wie Sexismus gegen Lieder aufgestanden wird, die schlimm genug sind, sondern natürlich auch fiesere, oder was heißt fiesere, aber noch unsichtbare Diskriminierungsformen, wie beispielsweise Klassismus oder aber auch dann doch Rassismus.

Und genau, das sind also so negativ, wie diese Diskriminierungsformen auch sind, aber trotzdem ja positive Entwicklungen, dass es immer mehr Menschen gibt, die eventuell auch von Diskriminierung betroffen sind, die sich trauen, dagegen aufzustehen und laut zu werden. Das sind so die positiven Dinge hinsichtlich der Nachhaltigkeit, die mir aufgefallen sind. Was digitale Formate anbelangt oder auch Zukunft der Arbeit, können wir natürlich so aus unserer Redaktionsperspektive auf jeden Fall sagen, dass Chat-GPT etwas ist, bei dem wir wahrscheinlich Ende des letzten Jahres gar nicht gedacht hätten, also Ende 2022, meine ich jetzt damit, dass das so sehr unseren Redaktionsalltag bestimmt und erleichtert, weil wir damit nicht nur Social-Media-Posts oder zumindest Ideen für Social-Media-Posts irgendwie mittlerweile easy generieren können und das ein großes Zeitersparnis ist, sondern wir natürlich das auch als Brainstorming-Tool für Beitragsvorschläge, andere Texte, die irgendwie entstehen sollen und Gedankenstützen dann gut nutzen können und aber auch sowas wie eine Recherche für Beitragsbilder oder auch Magazin-Cover und dann wiederum mit einer anderen KI sich auch die entsprechenden Bilder erstellen lassen.

Das ist ja einfach, sind das Entwicklungen, die man ernst nehmen sollte und natürlich auch etwas ambivalenter betrachten muss, aber ich glaube, für unsere Einsatzzwecke ist das auf jeden Fall etwas, was ethisch und moralisch sehr vertretbar ist, vor allem, wenn man in einem kleinen Team arbeitet und Zeit da einfach die größte und aber gleichzeitig auch knappste Ressource irgendwie ist für das Arbeiten und nicht zuletzt haben wir ja dieses Jahr auch sehr gemerkt, wie hilfreich es ist, Interviews damit straffen zu lassen.

Und vielleicht auch an der Stelle der Hinweis an die Hörenden, nicht, dass die jetzt denken, wir sind hier jetzt superfaul geworden und machen gar nichts mehr, sondern es ist alles nur noch Einsatz von der künstlichen Intelligenz, was bei uns ausgespuckt wird, im Gegenteil. Es sitzt natürlich immer ein Mensch dahinter, der das alles einspielt und wir übernehmen ja auch nichts blind, sondern überarbeiten dann auch nochmal stark, aber nichtsdestotrotz sind das gute Zeitersparnisse, die uns ja Platz einfach auch für andere Dinge dann noch machen. Was wir außerdem auch mit Blick darauf natürlich, wenn wir in unsere Beiträge schauen, auch feststellen können, ist, dass KI natürlich schon im Kulturbetrieb auch an bestimmten Stellen eingesetzt wird.

Ich glaube, Kristin, kannst du gleich auch noch ein bisschen mehr dazu sagen, aber gerade was so Kultur- und Tourismus Marketing anbelangt, lohnt sich das auf jeden Fall, da jetzt auch stärker hinzuschauen und vielleicht sich auch, wenn man in Kultureinrichtungen tätig ist, irgendwie da verstecktes Augenmerk auch draufzulegen, weil das einfach Bereiche sind, in denen man gut Automatismen auch schon einsetzen kann.

 

Da natürlich auch immer der Blick in andere Wirtschaftsbereiche, die schon sehr viel weiter sind als der Kulturbetrieb. Und ich weiß aber auch, dass du zusammen mit unserer Werkstudentin Sofia ja auch ein Interview zum Thema KI-Einsatz im Bereich der Kuration betreut hast und ich glaube auch, das werden einfach in Zukunft immer wichtigere Felder, gerade wenn der Datenschatz, den du hast, so enorm ist, dass es eigentlich mehrere Menschen bräuchte und mehrere hundert Stunden Arbeit, um das alles irgendwie zu erfassen und erstmal gebündelt zu bekommen.

Und da kann einem natürlich ja auch so ein Tool sehr viel Arbeit erstmal abnehmen, um eine Übersicht zu bekommen.

 

Kristin Oswald

Absolut, wobei du natürlich absolut recht damit hast, dass zum einen sind wir ja noch gar nicht an dem Punkt, an dem Dinge wirklich automatisch laufen, weder bei uns in der Redaktion noch im Kulturbereich, glaube ich, sondern dass es einfach eine Unterstützung ist. Sowas wie ChatGPT ist ja eben auch ein Sprachmodell und das ist das, was es tut, also Sprache verarbeiten. Und du musst natürlich erstmal Zeit investieren, bevor es dir am Ende Zeit spart.

Also du musst erstmal lernen, damit umzugehen. Schauen, kann es denn überhaupt das, was ich erwarte? Und da muss man ja ganz klar sagen, dass es das auch an vielen Stellen noch nicht kann.

Wenn ich beispielsweise an unsere Redaktionsarbeit denke, ChatGPT hat gar nicht das Spezialwissen über den Kulturbereich, um beispielsweise da wirklich tiefgehende Texte zu schreiben, die unseren Lesenden oder Hörenden helfen können, sondern es kann im Prinzip nur dazu dienen, mit den Texten, die man hat, zu arbeiten. Oder wie du sagst, überhaupt erstmal vielleicht Ideen zu generieren. Zum Einsatz im Museum haben Sofia Unger und ich im letzten Jahr ein Interview mit Dominik Bönisch geführt, der gerade zusammen mit Kolleg*innen genau ein KI-Tool für das Thema Kuratieren entwickelt.

Dabei geht es darum, quasi digitale Museumsdatenbanken neu zu gestalten, sodass diese Tools helfen können, beispielsweise thematisch zueinander passende Objekte zu finden und die dann in eine Ausstellung zu überführen. Und ich habe tatsächlich, ich glaube schon 2019 war das, im Jahr vor der Pandemie, bei der ICOM-Tagung mit ganz vielen Menschen darüber gesprochen, inwieweit man eigentlich Kulturarbeit tatsächlich automatisieren kann. Und da schon über solche Ansätze, wie das beispielsweise die KI anhand von gesellschaftlichen Entwicklungen, Themen für Ausstellungen und passende Objekte vorschlagen kann, dass sie schauen kann über Social-Media-Analyse, wie werden denn Themen diskutiert aktuell und damit zum Beispiel Anregungen dazu liefern kann, wie man dieselben Themen dann im Rahmen von künstlerischen Programmen umsetzen kann. Also ich glaube, dass da sehr viel Potenzial ist und auch sehr viel Potenzial für das Management. Und das ist ja auch einfach superwichtig.

Also es gibt einfach schon Ansätze, auch in der Verwaltung schon seit vielen Jahren, um Dinge zu automatisieren, beispielsweise eben die Ausgabe von Zahlen, von Berichten, die Aufbereitung von Daten im Controlling. Da liegen einfach ganz viele Chancen, schlicht und einfach für Zeitersparnis im Management-Bereich. In der klassischen Verwaltung ist es total naheliegend, dass man beispielsweise erst mal Anträge, und das könnte ja auch in der Kulturförderung so sein, überhaupt gegencheckt, auf den ersten Blick mit einem Tool, erfüllt es die grundsätzlichen Kriterien und damit erspart man sich natürlich Zeit oder eben sind alle Dokumente da, die notwendig sind und so weiter und so fort.

Also ich glaube, es gibt da sehr viel, aber wir sind, glaube ich, im Kulturbereich noch längst nicht an dem Punkt, an dem wir da schon alles rausholen, was geht. Genau, wir hatten diesen Text von Herrn Martin Spantig, der darübergeschrieben hat, wie man quasi ChatGPT nutzen kann, um zu schauen, was für ein Wissen über die eigene Kulturinstitution überhaupt im Internet existiert, um dort dann entsprechend in der Kommunikation bei den Lücken anzusetzen. Sowas ist sicherlich sehr spannend und natürlich müssen wir auch über die Frage sprechen, inwieweit KIs schon in der Lage sind, ein gewisses Maß an künstlerischer Arbeit zu ersetzen.

Und damit meine ich natürlich nicht den kreativen Teil, aber wenn wir daran denken, beispielsweise die Umsetzung von Musik, du brauchst eigentlich schon lange dafür nicht mehr zwingend Musiker oder Musikerinnen im Raum, mit ChatGPT oder anderen Tools natürlich noch weniger. Dasselbe gilt für den Bereich Grafik. Und da ist schon die große Frage, inwieweit bedeutet das einfach auch eine Gefahr für die Einkommensquellen für Kulturschaffende.

Wir haben das ja sehr stark gesehen in diesem Jahr an den Protesten in Hollywood. Schauspieler, Schauspielerinnen, aber auch alle, die hinter den Kulissen arbeiten, die Autorinnen und so weiter, die einfach natürlich die berechtigte Sorge haben, dass die Studios jetzt sagen, wir brauchen euch in dem Umfang eigentlich nicht mehr, weil KI kann uns da jetzt schon super viel helfen. Und natürlich müssen wir da Regelungen finden, definitiv keine Frage.

Gleichzeitig aber finde ich eben, dass im Kulturmanagement wir unbedingt darüber reden müssen, wie KI die Leute entlasten kann, aus zwei Gründen. Zum einen, wir stehen vor einem Fachkräftemangel, auch das ist ein großes Thema bei uns 2023 und im Kulturbereich. Und die Frage, was das großumfänglich bedeutet, die haben wir ja noch längst nicht geklärt.

Also mit anderen Worten, was machen wir denn, wenn es zum einen einfach weniger Fachkräfte gibt? Das heißt, man die Stellen auf Dauer im aktuellen Stellenumfang einfach nicht besetzen kann, weil die Menschen nicht da sind und gleichzeitig natürlich auch das Publikum kleiner wird, weil wir haben einen demografischen Mangel. Worauf läuft das hinaus und was heißt das für unsere Arbeitsweise, für die Kulturproduktion?

Und kann KI hier helfen, indem es Aufgaben schneller, einfacher, automatisierbar macht, dass wir zumindest mit dem Fachkräftemangel umgehen? Gerade auf der Management-Ebene, Kulturverwaltung, Administration in den Häusern sind die Stellen, die immer schwieriger zu besetzen sind. Die wenigsten Kulturschaffenden haben irgendwie Lust, sich um Finanzierung zu kümmern.

Da nochmal der Hinweis auf unseren Leitfaden Projektförderung. Also wir sehen, es ist einfach ein Riesenthema, da ist noch viel zu holen und ich glaube, dass es ein Thema ist, das uns gerade 2024 noch sehr umfangreich beschäftigen wird.

 

Julia Jakob

Genau, mit dem Fachkräftemangel hast du jetzt auch nochmal ein weiteres wichtiges Thema angesprochen, weil wir auch da gerade mit dieser Querverbindung aus dem Einsatz von KI und inwieweit das eben auch gegen den Fachkräftemangel vielleicht helfen kann, verstärkt solche Tools auch einzusetzen, da wo es eben geht. Da haben wir in unserem Juni-Magazin zum Schwerpunktthema Fachkräftemangel auch einen ganz wunderbaren Beitrag von Tobias Hochscherf und Martin Lätzel gehabt, die sich eben auch mit der Frage beschäftigt haben, KI statt Personal. Natürlich sehr reißerisch auch formuliert, kleiner Spoiler, nein, natürlich kann eine KI keine Kulturschaffenden komplett ersetzen, sondern es braucht, wie gesagt, immer Menschen, die dahinterstehen und das auch einpflegen bzw.

 

wissen, wie sie damit umgehen müssen, wo es sich lohnt, das auch einzusetzen und die genau das, was du jetzt gerade auch nochmal sehr gut zusammengefasst hast, in dem Beitrag auch herausgearbeitet haben, also in welchen Einsatzbereichen es sich jetzt schon lohnt, es sogar auch schon stattfindet, ohne dass man da ein großes Buhei irgendwie drum macht. Und mit Blick auf den Fachkräftemangel selbst haben wir, glaube ich, auch nochmal in unserer Redaktionsarbeit sehr stark festgestellt, dass einfach das Thema Arbeitgeberattraktivität sehr, sehr wichtig ist und neben den ganzen demografischen Faktoren, die da auch mit reinspielen, natürlich etwas ist, womit sich die Kultureinrichtungen nicht erst heute beschäftigen müssen, sondern das eigentlich schon sehr viel früher hätte stattfinden müssen und es auch an der Stelle aber umso besser ist, dass es Stimmen gibt, die laut werden und Missstände ansprechen, die auch ganz klar sagen, ich habe da einfach keinen Bock mehr drauf, in diesen Einrichtungen zu arbeiten, die mich entweder ausbeuten oder zudem noch menschlich sehr, sehr schlecht behandeln in Form von psychischer oder auch physischer Gewalt. Und genau, auch das war einfach ein Thema, was wir in dieser Ausgabe mit behandelt haben und dann aber auch versucht haben, in unserer Personalreihe auf dem Portal natürlich Ansätze für zeitgemäße Recruiting-Maßnahmen auch aufzuzeigen. Da kannst du, glaube ich, auch mit Blick darauf noch ein bisschen mehr sagen, Kristin.

 

Kristin Oswald

Genau, also zum einen kann ich, glaube ich, sagen, dass es noch nie so schwierig war, Beiträge zu einem Thema zu finden, schlicht und einfach, weil es wirklich so ist, dass es bisher kaum Kulturinstitutionen gibt, die in diesem Bereich aktiv agieren. Liebe Hörende, wenn ihr jemanden kennt oder wenn ihr selber in einer Kulturorganisation, in einem Verein, in einer Initiative arbeitet und aktiv euch schon mit der Frage beschäftigt habt, wie könnt ihr attraktivere Arbeitgeber werden, also das heißt an bestimmten Faktoren in eurem Haus gedreht habt, aber auch, wie könnt ihr potenzielle Bewerber*innen besser auf euch aufmerksam machen, dann schreibt uns unbedingt, weil wir sind wahnsinnig interessiert, an guten Beispielen, denn tatsächlich gibt es bisher sehr, sehr wenige Häuser, das wissen wir auch, die das aktiv tun und das fängt ja bei ganz kleinen Sachen an.

Also, wir haben auf unserer Website einen Bereich, in dem wir nicht nur Stellen ausschreiben, sondern in dem wir vorstellen, wie es ist, bei uns zu arbeiten. Unsere Mitarbeitenden kommen vielleicht auf unseren Social-Media-Kanälen zu Wort. Wir betreiben einen LinkedIn-Account, auf dem wir uns aktiv nicht nur als Institution dem Publikum, sondern als Institution für potenzielle Mitarbeitende vorstellen.

Ja, also all diese Ansätze, die einfach dazu dienen, dass man Menschen auf sich aufmerksam macht, auch für den Bereich Personal, da passiert einfach bisher sehr, sehr wenig, muss man sagen. Und es gibt den Fachkräftemangel, es gibt immer mehr Studien dazu für die einzelnen Kultursektoren, die das Nachweisen, aber ich glaube, man ist da auch so ein bisschen hilflos und das hat ja auch die Umfrage gezeigt, die wir im Sommer dazu durchgeführt haben. Viele Menschen wissen gar nicht, wo sie da anfangen sollen oder, und das ist aber vielleicht so ein grundsätzliches Problem, man steht da und sagt, na ja, wir können ja nichts ändern, weil die Verwaltung, weil die gibt uns die Dinge vor.

Also, das ist ja so diese Problemorientierung, ist ja so ein Problem im Kulturbereich grundsätzlich, dass ganz oft immer erst mal geschaut wird, warum geht etwas nicht, anstatt zu schauen, wie kann es denn gehen, was können wir tun, was sind die Dinge, wo wir ansetzen können, was können wir tatsächlich verändern, auch wenn es eben länger dauert. Ich hatte dazu ausführlich mit Idil Efe gesprochen, die zu dem Zeitpunkt noch im Stadtmuseum Berlin gearbeitet hat, im Rahmen des Fonds 360°, der Kulturstiftung des Bundes. Und die eben sagte, naja klar, also wenn wir jetzt sagen, wir wollen diversitätsorientiert Personal besetzen, also wir wollen einfach auch neue gesellschaftliche Gruppen als potenzielle Mitarbeitende gewinnen, dann reicht es eben nicht, wenn wir in die Ausschreibung schreiben, wir sind offen für alle. Weil dafür ist das Image des Kulturbetriebs einfach viel zu elitär, damit die Leute sich dann auf einmal angesprochen fühlen, sondern wir müssen erst mal intern starten, wir müssen erst mal intern schauen, dass wir das Personal, das wir haben, dahingehend sensibilisieren und vorbereiten.

Wir müssen in die Communities gehen, wir müssen schauen, warum sind denn die Leute bisher vielleicht nicht da als Teil des Personals, was hat sie abgeschreckt? Das heißt, es ist natürlich ein langwieriger Prozess, der nicht von heute auf morgen zu lösen ist, aber es führt ja kein Weg daran vorbei. Und das ist etwas, wo ich eine ganz große Überschneidung auch zum Thema KI sehe.

Wir sprechen über den Wandel, Digitalisierung, schon seit so vielen Jahren. Und es war immer die Metadiskussion, ja, aber wenn die Leute auf Social Media gucken, das ist ja nicht dasselbe, wie wenn sie unser Haus besuchen und wie sollen wir das denn jetzt machen? Diese Diskussion, das ist natürlich auch dem Kulturbetrieb irgendwie inhärent, weil man lernt, ja in so einem Geisteswissenschaftlichen Studium alles zu durchdenken.

Und das ist natürlich auch wichtig, das zu tun, aber man muss dann eben auch ins Tun kommen und ein bisschen weg von diesen ewigen Metadiskussionen und dem, warum brauchen wir das jetzt und warum ist das? Ja, wir müssen darüber reden, aber es hilft uns doch nicht, wenn wir da stehen bleiben, weil die Gesellschaft verändert sich auch, wenn sich der Kulturbetrieb nicht verändert. Und man gewinnt doch nichts, indem man das aussitzt.

Und das ist natürlich beim Thema Personal und KI, hat sich die Geschwindigkeit im Vergleich zur Geschwindigkeit der Digitalisierung ja noch mal erhöht. Wir haben jetzt in einem Jahr so viel Veränderung, so viel Probleme auch gesehen, die mit diesem Personalmangel eigentlich hergehen. Und darauf zu warten, dass jemand anderes etwas verändert, löst ja nicht meine Probleme.

Zu sagen, ja, aber KI ist ja so böse, löst ja nicht das Problem, dass alle anderen schon damit arbeiten. Und dass vielleicht auch immer mehr vorausgesetzt wird, dass man selbst schon damit arbeiten kann. Das heißt, wir müssen da einfach stärker in eine Lösungsorientierung kommen und in die Frage, was können wir tun?

Und natürlich ist, wenn wir jetzt auf 2024 schauen, für mich ein großer Wunsch und ein wahnsinnig großer Bedarf, dass auch die Verwaltungen natürlich endlich dahin kommen, etwas zu ändern. Auch die haben ja wahnsinnige Personalprobleme. Und auch da wird ja deutlich, die Leute wollen nicht mehr für zu wenig Geld arbeiten, für immer nur befristete Stellen arbeiten, in ewig veränderungsresistenten Umgebungen arbeiten.

Aber auch da ist natürlich der Punkt, die Verwaltung muss auch verstehen, dass sie etwas ändern muss, um sich selbst und ihre Einrichtungen zu retten. Das heißt aber für die Kulturbetriebe wiederum nicht, dass sie darauf wartet, sondern dass sie eben selbst überlegen, was sie tun können und wo der Punkt ist. Und auch, wie sie im Zweifelsfall damit umgehen, wenn sie zum Beispiel ihr Personalproblem auf Dauer nicht komplett lösen können. Was heißt das für sie? Was heißt das dauerhaft für die Strukturen? Über solche Dinge müssen wir sprechen. Das ist nicht schön. Das mögen wir vielleicht nicht, aber es ist einfach notwendig.

 

Julia Jakob

Ja, ich habe da irgendwie auch so ein bisschen die Hoffnung, dass wir dann natürlich mit unserer redaktionellen Tätigkeit auch 2024 weiter mit dazu beitragen können. Gerade, also ich glaube, dir geht es da wahrscheinlich ähnlich wie mir, dass, wenn wir immer wieder fordern, dass doch vom gesprochenen Wort endlich auch ins Handeln gekommen werden soll. Das ist natürlich für jemanden mit einer vorwiegend schreibenden Tätigkeit immer so ein bisschen easy, am Schreibtisch irgendwie dazusitzen und entsprechende Pfeile auch anzuspitzen und zu schießen.

Aber dass wir ja dennoch mit diesem Sichtbarmachen von Missständen und aber auch von Good-Practices an der Stelle, glaube ich, auch gut das mit monitoren können und ja, dass dazu auch einfach unsere Themensetzungen in 2024 beitragen wird. Also die Personalreihe werden wir auf jeden Fall auf dem Portal weiterspielen. Das bedeutet auch hier nochmal der Aufruf von immer die Hörenden an der Stelle.

Ja, gute, gute Beispiele von Personalentwicklung Management-Themen etc. haben, dann meldet euch gerne bei uns. Und fürs Magazin sehe ich da aber vor allem die Themen Governance und Compliance natürlich als sehr wichtig, als auch das Resilienz-Magazin im April.

Und bin da sehr gespannt, was wir da auch noch an Beitragsvorschlägen reinbekommen werden. Und natürlich aber auch die Frage danach, wie sich ja auch das an den an den Orten, an den Kultur wirkt. Und da werden wir jetzt schon bei der bei der Juni-Ausgabe unseres Magazins Kulturräume natürlich auch weiterentwickeln müssen, wo es große Missstände vielleicht auch gibt, inwieweit es noch zeitgemäß ist, große Kulturbauten zu haben, bei denen die Mehrzahl der Räume irgendwie überhaupt nicht genutzt wird.

Ja, aber natürlich auch inwieweit hybrides Arbeiten im Kulturbetrieb stärker irgendwie ein Thema werden muss, weil sich auch da einfach die Arbeitsorte, an denen Kultur entsteht, ja total ändern. Da freue ich mich jetzt schon sehr darauf und bin gespannt, wie sich das einfach auch in 2024 weitergestalten wird und bin weiterhin, auch wenn ich so an unseren Redaktionstreff, an unseren zweiten Redaktionstreff denke, der ja dazu geführt hat, dass wir unsere Jahresthemen weitergefasst bekommen für 2024, immer noch sehr positiv angetan und hoffe, dass wir auch das einfach im Zusammenklang mit unserer Community in 2024 fortsetzen werden, weil dieser Austausch und auch hier gerne nochmal der Aufruf an alle Hörenden, die sich bisher noch nicht getraut haben, etwas einzureichen bei uns für uns auch sehr bereichernd ist, weil wir ja auch nur Einzelpersonen sind und natürlich nicht das komplette Kulturfeld und alle, die publizierend irgendwie tätig sind, auf dem Schirm haben, da einfach immer wieder auch einzubringen und Vorschläge zu machen. Ja, und wir mit diesem Community-Treff an der Stelle nochmal eine weitere Möglichkeit geben wollen, um zu zeigen, wie niedrigschwellig man tatsächlich bei uns Autor oder Autorin auch werden kann.

 

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Wenn ihr also diesen Podcast oder unsere redaktionelle Arbeit gut findet, freuen wir uns über jede finanzielle Unterstützung. Wie häufig und in welcher Höhe bleibt dabei völlig euch überlassen. Wie genau ihr uns unterstützen könnt, erfahrt ihr in der Podcast-Beschreibung und in den Shownotes.

 

Kristin Oswald

Genau, in dem Kontext würde ich vielleicht auch gern schon mal in die zweite Jahreshälfte vorgreifen, zumindest ganz kurz. Denn im August dieses Jahres wird ein Sondermagazin erscheinen zum 20-jährigen Firmenjubiläum. Genau, das ist natürlich für uns ein großer Anlass.

Kulturmanagement Network gibt es inzwischen seit, also als Firma tatsächlich, als Plattform sogar noch länger, aber als Firma seit 20 Jahren. Für mich ist es ein bisschen verrückt, dass ich schon seit über zehn Jahren jetzt inzwischen dabei bin. 

 

Julia Jakob 

Du bist doch erst Mitte 20.

 

Stimmt, ich war da einfach sehr früh dran. Genau, aber da wollen wir natürlich auch noch mal einen Blick zurück, einen Blick nach vorn, einen Blick auf uns selbst werfen und auch getreu unserem Claim Kultur weiterdenken. Das heißt, liebe Hörende, wenn euch etwas dazu einfällt, was Kultur weiterdenken für euch bedeutet, vielleicht auch, was ihr mit Kulturmanagement Network in Verbindung bringt, was wir vielleicht auch angeregt haben, dann schreibt uns das gern.

Gar nicht unbedingt, weil es jetzt in dem Magazin erscheinen soll, sondern grundsätzlich ist es so, dass Feedback auf unsere Arbeit etwas ist, das wir sehr, sehr schätzen und das wir vergleichsweise wenig bekommen. Also wir bekommen es natürlich im Sinne von lesenden Zahlen, Klickzahlen und so weiter. Aber tatsächlich wissen wir eigentlich nicht, was das, was wir tun bei euch für eure Arbeit bewirkt.

Und wir sind da immer sehr dankbar für jegliche Art von Hinweisen, von Rückmeldungen. Einfach hat euch ein Magazin mal zu einem Projekt inspiriert oder habt ihr mal einen Beitrag gelesen, der dazu geführt hat, dass ihr vielleicht eure Arbeitsweise noch mal überdacht habt oder fühlt ihr euch in irgendeiner Form unterstützt oder auch nicht ausreichend unterstützt? Dann lasst es uns gerne wissen, weil das für uns total hilfreich ist und wir nicht das Gefühl haben, dass wir quasi in den luftleeren Raum die ganze Zeit hinausrufen, sondern da auch manchmal der Wald zu uns zurückruft. Von daher hilft uns das tatsächlich immer sehr.

 

Julia Jakob

Jetzt haben wir ganz schön viel Werbung fürs Autor*innenwerden bei uns gemacht. Vielleicht sollten wir da auch einfach noch mal ganz grundlegend dazu sagen, dass es prinzipiell erst mal gar nicht mehr braucht als einfach eine gute Beitragsidee. Das sollte wahrscheinlich bei den allermeisten sich auch schon durch das berufliche Umfeld einfach ergeben oder durch Nebentätigkeiten, die man im Kulturbetrieb dann auch ausübt.

Ja, und dann den Mut, an uns eine E-Mail zu schreiben, in der man das grob skizziert. Im Zweifelsfall gibt es dann vielleicht gerade noch keine Beitragsreihe dazu, in die das Thema passt, aber wir können es dennoch irgendwie auf dem Portal in den Beiträgen oder auch im freien Teil des Magazins unterbringen. Und dann gibt es von uns natürlich noch mal einen kleinen Input zu unseren redaktionellen Rahmenbedingungen, wie lang der Beitrag sein soll, worauf vielleicht auch geachtet werden sollte, wie beispielsweise, dass Fachbegriffe eingeordnet werden, generell eine Einordnung in den Diskurs stattfindet, also klar wird, warum das Thema für wen relevant ist im Kulturbetrieb, genau, und dass ihr mit Zwischenüberschriften arbeitet, etc. Ich glaube, vieles davon erklärt sich wahrscheinlich auch, wenn man schon mal Beiträge bei uns gelesen hat, was für Verantwortungen an AutorInnen dann auch an der Stelle haben. Und genau, dann ist, glaube ich, für die allermeisten noch die größte Hürde vielleicht, Deadlines einzuhalten.

Aber ich glaube auch, dass es etwas, solange es nichts ist, was an Themenschwerpunkt und Magazin gebunden ist, was sich nicht auch regeln lässt, wenn man da die Deadlines nicht einhalten kann.

 

Kristin Oswald

Genau, und grundsätzlich, Beiträge bei uns dürfen immer gern auch subjektiv sein. Also, ich glaube, ein großer Vorteil, den wir haben und den, soweit ich das weiß, viele auch schätzen, ist, dass wir eben als Unternehmen ein unabhängiges Portal sein können. Also, das verschafft uns einfach den Punkt, wir müssen nicht schauen, dass wir Menschen bauchpinseln oder Institutionen bauchpinseln, sondern wir können da ganz offen sein und wir sind auch immer offen für Menschen, die bei uns quasi ihre Meinung, also subjektiv natürlich, begründet, aber dennoch einen Meinungsbeitrag bei uns veröffentlichen wollen, die Dinge kritisch hinterfragen wollen, die vielleicht auch mal, und das passiert eigentlich zu selten, darüber sprechen oder schreiben wollen, warum Dinge, Projekte, Formate nicht funktionieren, was man daraus lernen kann.

Das ist ja total wichtig, auch über sowas in Austausch zu gehen, von daher seid da nicht scheu, auch solche Dinge uns vorzuschlagen, es müssen nicht immer wissenschaftlich untermauerte, fundierte Essays sein, das wisst ihr vielleicht auch, wenn ihr unsere Beiträge kennt, sondern es geht mehr darum, dass wir euch über die Beiträge auch Anregungen, Ideen für eure Arbeitspraxis geben und das kann und muss ja nicht immer mit einer Fußnote dann noch begründet und aus einer ganz objektiven wissenschaftlichen Sichtweise geschehen, sondern das kann natürlich auch einfach subjektiv sein. 

Ich würde aber gerne noch mal auf eine Veröffentlichung schauen, die Ende 2023 veröffentlicht wurde, und zwar vom Institut für kulturelle Teilhabeforschung in Berlin. Die haben nämlich zum Jahresende ihre dritte, glaube ich, repräsentative Bevölkerungsumfrage veröffentlicht, zumindest in der Kurzvariante. Die Langvariante folgt 2024. Und warum erwähne ich ausgerechnet diese Publikation und viele andere vielleicht nicht, die im letzten Jahr erschienen sind? Weil sie sehr gut zu der Frage passt, wie das Jahr 2023 als Kulturjahr war und was wir uns für 2024 wünschen würden.

In der Umfrage des IKTF geht es darum, wie Menschen in Berlin, aber ich denke, es ist auch auf große Teile Deutschlands übertragbar, aktuell Hochkultureinrichtungen besuchen und auch wahrnehmen und wie sich das quasi in der Nach-Pandemie-Zeit verändert hat. Ich kann schon vorwegnehmen, ein großer Punkt ist immer noch die existierende Angst vor Ansteckung. Und wenn wir sehen, wir haben es gesagt, wir im Büro sind gerade wieder in einer Corona-Welle und auch gesamtgesellschaftlich ist das Thema im Moment wieder sehr groß da.

Sehr viele Menschen werden krank. Da kann man natürlich nachvollziehen, warum immer noch viele davor zurückschollen, Häuser und Veranstaltungen zu besuchen, bei denen die Ansteckungsgefahr zunimmt. Und das ist vielleicht was anderes, wenn ich jetzt Dienstagvormittag durchs Museum schlendre, als wenn ich Freitagabend in eine Theatervorstellung gehe.

Aber grundsätzlich ist das immer noch ein großes Thema. Und das zeigt eben die Studie auch. Also in den allermeisten Kultureinrichtungen wurden die Besuchszahlen von vor der Pandemie noch nicht wieder erreicht.Das gilt deutschlandweit. Das wissen wir aus verschiedenen Erhebungen. Alle, die sich dafür interessieren, denen mag ich einmal den Blog Publikumsschwund von Rainer Glaap ans Herz legen, der alle Daten, die dazu irgendwo veröffentlicht werden, immer dort auch einmal spiegelt und einordnet.

 Also viele Menschen besuchen die Hochkultureinrichtungen immer noch nicht so oft wie vor der Pandemie. Und da muss man sagen, schon vor der Pandemie haben ja nur im Schnitt zehn Prozent der Menschen Hochkultureinrichtungen regelmäßig besucht. Also das heißt, da sind wir jetzt noch mal drunter.

Und das gilt eben nicht nur für Jüngere, sondern auch für das ältere Stammpublikum, das sowohl aus Angst vor Ansteckungen, aber auch einfach aus einem veränderten Durchschnittsverhalten würde ich sagen, immer noch nicht wieder so in die Einrichtungen zurückgekehrt ist, wie das vor der Pandemie der Fall war. Nun ist das natürlich nur ein Ausschnitt, und wir wissen noch nicht, ob das ein langfristiger Trend ist. Aber man muss ja sagen, und ich meine das durchaus nicht zynisch, das Stammpublikum der Kultureinrichtung stirbt ja auch ein bisschen weg, weil die sind einfach im Durchschnitt deutlich älter oder also gehören zu den älteren Bevölkerungsgruppen. Wenn jetzt die Jüngeren nicht nachwachsen, dann bekommen die Einrichtungen natürlich ein Problem.

 

Julia Jakob

Ja, und ich glaube, was man da ja auch immer wieder, und das tun wir auch in sämtlichen Beiträgen bei uns zu dem Thema, betonen muss, die Publikumskrise, in der wir uns aktuell befinden, und das hat das IKTF ja auch in zahlreichen Vorpublikationen zu dieser Studie genauso dargelegt, ist nichts, was durch die Pandemie ausgelöst wurde. Also Corona ist nicht schuld daran, dass jetzt gerade das Publikum irgendwie nicht wiederkommt, sondern dass das einfach eine Entwicklung ist, bei der Forschende und aber auch Praktiker*innen schon vor zehn Jahren, glaube ich, hat Thomas Renz in einem Beitrag auch geschrieben, dass er seit 2013 zu dem Thema auch referiert und forscht, immer wieder gewarnt haben, dass genau das passiert und man sich jetzt aber aufgrund der ganzen Corona-Einschnitte, also die Pandemie hat da einfach wie ein Brandbeschleuniger gewirkt, einfach nicht mehr die Augen davor verschließen kann, dass das eben ein Ding ist und dass die demografischen Fragen, die du jetzt gerade auch, Kristin, angesprochen hast, einfach auch ein Thema sind und es umso wichtiger ist, dass man sich darüber Gedanken macht, wen man eigentlich gerade bisher noch nicht erreicht und warum, und was diese Leute wiederum vielleicht auch ansprechen könnte.

Und auch da finde ich es über das Wirken des IKTF hinaus eigentlich sehr gut, dass das Thema Audience Development und Teilhabeforschung etwas ist, das zwar immer noch von den Kulturbetrieben und auch der Kulturpolitik stiefmütterlich behandelt wird, aber die ganzen Akteur*innen, die dahinterstehen, nicht müde werden, genau diese Dinge anzusprechen und aber auch entsprechende Handlungsmaßnahmen für sich zumindest voranzubringen. Gibt es denn in dem Bericht auch etwas dazu, wie sich das Publikumsverhalten, also ob es andere Bereiche gibt, die vielleicht nicht der Hochkultur zuzuordnen sind, sondern vielleicht Popkultur, in die sich das Verhalten verändert hat?

 

Kristin Oswald

Also der Kurzbericht, der jetzt veröffentlicht wurde, ist ja erst mal tatsächlich nur das ein Kurzbericht, von daher steht dazu nichts drin. Und soweit ich das sehe, wurde die Befragung wieder im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung vorgenommen und ich glaube, da liegt der Fokus auf den Häusern, die auch quasi von der Stadt Berlin finanziert werden. Aber es wird ja das Publikum gefragt, bzw. das Nicht-Publikum. Es ist eine Bevölkerungsbefragung, von daher ist eher immer die Frage, woran denken denn die Leute, wenn man sie fragt? Und wie sind auch die Fragen formuliert?

Also wird darin spezifisch beispielsweise auf Theater, Oper, Orchester, Museum Bezug genommen oder fragt man allgemein nach Kultur? Das kann ich jetzt natürlich nicht sagen, weil ich ja die vollständige Studie auch noch nicht kenne. Schauen wir uns aber an, was für Informationen es aus den anderen Bereichen gibt, beispielsweise aus dem Bereich Musik und natürlich, und ich finde, das wird immer sehr stark vergessen, aus all den Kulturbereichen, die nicht in Form von Veranstaltungen stattfinden, also das heißt, wir sprechen über Filme und über Serien, die natürlich Kultur sind, über Literatur, über aufgezeichnete Musik, die ich einfach abspiele, dann würde ich vermuten, dass es dort anders ist. Denn die Studie zeigt ja, die Leute gehen grundsätzlich weniger aus dem Haus oder sie machen andere Aktivitäten. Das heißt, das Sofa ist quasi ein wichtiger Lebensmittelpunkt geworden, noch wichtiger vielleicht, als es vor der Pandemie war.

Und natürlich muss man irgendwas machen, wenn man den Tag auf dem Sofa verbringt. Und da ist es naheliegend, dass man eben Filme schaut, dass man ein Buch liest, dass man gemeinsam Musik hört. Und auch das ist ja Kultur. Und ich finde immer, ich habe ein großes Problem damit, wenn dann von Seiten der Hochkultureinrichtungen und auch der Menschen, die in oder für diese arbeiten, dann die Aussage kommt, die Leute hätten kein Interesse mehr an Kultur, weil sie haben es durchaus. Sie haben eben nur ein Interesse an anderen Formen von Kultur entwickelt oder es war tendenziell vorher schon da. Und natürlich muss man sich dann fragen als Haus, was heißt das denn jetzt für mich, dass es so ist.

In der Studie steht beispielsweise auch, dass gerade die jüngeren Menschen sich in Hochkultureinrichtungen nicht wohl fühlen, dass sie sich dort fehl einem Platz fühlen, dass sie sich, und das gilt natürlich auch für das große Thema Diversität, nicht repräsentiert fühlen, dass sie nicht das Gefühl haben, dass sie dazugehören. Und das ist ja auch ganz klar. Schauen wir uns an die Studien, die es zu Personalstrukturen gibt, dann arbeiten in Hochkultureinrichtungen natürlich primär studierte Menschen, die auch, wir mögen alle unserem Bourdieu, mit einem gewissen Habitus an ihrer Arbeit gehen, diesen Habitus mitbringen und den natürlich auch in ihre Arbeit übertragen.

Was aber bedeutet, dass die Arbeit, die Art der Kommunikation, die Wortwahl, all diese Dinge im Zweifelsfall für Menschen, die anders sozialisiert sind, einfach nicht ansprechend ist. Und da sind wir wieder bei der Frage, warum brauchen wir Diversität im Personal, damit wir genau daran etwas ändern können, damit die Kultur wieder ein bisschen greifbarer wird. Und ich persönlich finde es sehr, sehr schwierig, dann zu sagen, die Leute hätten kein Interesse mehr an Kultur oder die Leute müssten sich mehr bemühen.

Sie wüssten das gar nicht zu schätzen, was die Häuser tun. Ja, aber es ist auch nicht die Aufgabe der Menschen, zu schätzen, zu wissen, was Häuser tun, von denen sie sich nicht angesprochen fühlen. Kunst existiert ja nicht, wir haben es schon so oft gesagt, im luftleeren Raum. Die ist nicht einfach da, damit sie da ist, sondern für Menschen. Wenn sie es aber nicht schafft, Menschen zu erreichen, dann kann man halt fragen, ja, aber wofür ist sie dann da? Das heißt, wir drehen uns da ja sehr stark im Kreis und es zeigt aber auch, dass die Leute eben durchaus Lust haben an kulturellen Formaten, an Inhalten, auch an Nachrichten.

Also es geht ja nicht nur um leichte Unterhaltung, sondern auch darum, die Welt zu reflektieren, nur dass offensichtlich die Häuser eben diesen Bedürfnissen, diesem Interesse nicht nachkommen und ich glaube und ich stimme dir da sehr stark zu, Jule, mit dem, was du am Anfang gesagt hast, das hat auch ein bisschen mit Weltüberforderung zu tun. Also ich merke das auch ganz stark an mir selbst. Es passiert so viel in dieser Welt und ich habe gar nicht die Kraft oder die Zeit, mich mit allem davon noch in Tiefe zu beschäftigen und natürlich können wir uns vorstellen, dass es einfach sehr vielen Leuten so geht und dass dann irgendwie vielleicht die Vorstellung, mich abends ins Theater und in die Oper zu setzen, mir noch die nächste Museumsausstellung zu gucken, dass es einfach vielleicht zu viel ist für mein so oder so schon überfordertes Gehirn und dass ein bisschen seichte Unterhaltung da vielleicht eher das ist, was der Kopf dann eben auch mal braucht, um irgendwie mit dem Alltag noch hinterherkommen zu können.

 

Julia Jakob

Ja und vielleicht an der Stelle halt einfach auch eine Zeitfrage. Also sowohl Zeit im Sinne von habe ich die Möglichkeit, mir irgendwie am Abend nach einem Arbeitstag oder meinetwegen auch am Wochenende eine Theater- oder Opern- oder klassische Konzertvorstellung von über zweieinhalb Stunden reinzuziehen oder ziehe ich es vor, vielleicht doch einen Drei-Stunden-Film zu Hause auf dem Sofa auszuwählen, den ich gegebenenfalls pausieren kann oder wenn es mir nicht gefällt, einfach zuklappe oder halt an der Stelle abbreche.

Das Gleiche gilt für Bücher, das ist ja genau das Gleiche oder auch wenn ich zu Hause in Musik rein höre, auch da habe ich ja immer wieder die Möglichkeit, ganz individuell zu entscheiden, wann dieser Kulturkonsum endet. Ja, ich habe jetzt leider Kulturkonsum gesagt, ich weiß, das hören viele Kulturschaffende nicht gerne, wenn man von konsumieren spricht an der Stelle, aber ich glaube, diese Betrachtungsbrille vielleicht auch an der Stelle mal aufzusetzen, ist sehr wichtig, um die Kulturbesucher*innen eben auch an der Stelle doch ein bisschen mehr als Konsument*innen zu betrachten, ohne das dann zu sehr in eine neoliberale Perspektive zu rücken.

 

Kristin Oswald

Spannend ist in dem Kontext ja auch wieder die Frage nach digitalen Kulturangeboten. Einerseits ist das Interesse daran scheinbar zumindest seit dem Ende der Pandemie zurückgegangen, gleichzeitig konsumieren aber die Leute ja durchaus Filme, Serien und sowas digital auf verschiedenen Endgeräten. Ganz kurz vielleicht dazu nur noch als ein Seiteneinschub von mir, für alle, die es nicht wissen, ich arbeite parallel auch noch an einem Forschungsprojekt, das sich mit Geschichtsdarstellung in sozialen Medien beschäftigt und unter anderem schauen wir uns natürlich dabei auch an, was eigentlich die Museen so in sozialen Medien tun, im Hinblick auf Geschichtsvermittlung.

Und die Ergebnisse sind für mich, die ich hausgemachte Historikerin bin, tatsächlich auch ein bisschen überraschend bis erschreckend, denn wenn wir uns angucken, was für Inhalte es auf Instagram und TikTok zu verschiedenen historischen Themen gibt, dann fällt sehr stark auf, dass Museen da quasi nicht vertreten sind. Da müssen wir uns natürlich schon fragen, wenn wir auch über digitalen Kulturkonsum, über Kulturvermittlung und nicht nur Kulturmarketing im digitalen Raum sprechen, warum ist das so? Und wenn wir das dann wiederum in Verbindung setzen mit zum Beispiel Jugendstudien, Nutzungsstudien sozialer Medien, digitaler Formate, dann sehen wir beispielsweise, dass immer mehr Jugendliche ihre wichtigsten Informationen über Nachrichten beispielsweise von TikTok bekommen.

Aber Kulturinstitutionen sind dort quasi nicht vorhanden. Letzte Woche, Anfang Dezember wurde das Wissenschaftsbarometer 2023 veröffentlicht. Auch da wurde wieder gezeigt, sehr viele Menschen interessieren sich für Kultur, für Wissenschaft, für solche Themen.

Aber diejenigen, die da eher skeptisch sind, das sind auch die, die gleichzeitig ihre Informationen primär über soziale Medien bekommen. Und da wiederum sind die Institutionen, die Kultureinrichtungen nicht so präsent, wie sie sein sollten. Also wir sehen, dieses ganze Thema dreht sich im Kreis.

Diese ganze Menge aus Personal, Diversität, Formaten, Anspruchsgruppen, Erwartungen an die Häuser, Medienkonsum der Leute, das ist alles so eine große Gemengelage, wo ich mir natürlich für 2024 wünsche, dass Kultur da einfach ein bisschen mehr proaktiv vorangeht.

 

Julia Jakob

Ja, und vielleicht auch mutiger ist, mal das Zepter abzugeben. Ich habe in dem Zuge jetzt gerade auch so an das, wir haben immer noch keinen Namen für die Rubrik, für das Positive, was wir gerne noch betonen möchten, gedacht. Und zwar, dass ich in den letzten Wochen sowohl die Dokumentationen über die Band ECHT sehr gerne geschaut habe und auch die Viva-Doku im Anschluss sehr spannend fand.

Und was mir da auch immer wieder so viel Freude am Schauen gemacht hat, war, dass man dort gesehen hat, dass es einfach EntscheiderInnen, oder sagen wir Entscheider, mit Geld gab, die sich einfach dafür entschieden haben, jungen Menschen die Chance zu geben, ihr Ding zu machen. Und das gilt sowohl für ECHT als auch für Viva, auch wenn das beides Projekte sind, die mittlerweile nicht mehr existieren. Aber nichtsdestotrotz haben beide Sachen maßgeblich die deutsche Musikindustrie-Landschaft sehr geprägt in den 90ern und frühen 2000ern.

Und ich glaube, es wäre ganz gut, wenn es auch weiterhin so viel Mut gibt an der Stelle. Und das nicht nur in popkulturellen Bereichen, sondern natürlich auch in der Hochkultur, wo man ein bisschen abgibt. Und wenn bestimmte Dinge an der Stelle scheitern, dann ist das ja vollkommen okay und auch berechtigt und daraus kann man lernen.

Aber nicht immer vor allem, was man vielleicht für sich selbst nicht als relevant erachtet, zu sagen, das schließen wir jetzt kategorisch für das gesamte Haus aus, weil das will ja keiner sehen. Ich glaube, das wäre damit auch etwas, was ich mir so für das Kulturjahr 2024 sehr wünschen würde und natürlich auch, dass alle, die schon aufgestanden sind, sich auch weiterhin widersetzen und da nicht müde werden, Missstände anzusprechen.

 

Kristin Oswald

Es ist fast ein bisschen traurig, dass wir uns seit so vielen Jahren Mut wünschen. Ich habe das auch so gedacht in den letzten Tagen, als ich genau überlegt habe, was wünsche ich mir denn für 2024, dass es so viele Dinge sind, die ich mir aber schon seit so vielen Jahren für den Kulturbereich auch wünsche. Mut, ins Handeln kommen, Lösungsorientierung.

Wir sprechen schon so lange darüber. Genau, wir wünschen uns all diese Dinge schon seit vielen Jahren, aber dennoch sind sie natürlich wahnsinnig wichtig und es ist dringend notwendig, dass Mut, der Wille zur Veränderung und vor allem der Wille, sich selbst zu hinterfragen, im Kulturbetrieb natürlich 2024 eine zentrale Rolle spielen wird. In diesem Sinne, liebe Hörende, hoffen wir, dass wir euch trotz unserer vielleicht manchmal negativen Perspektive dazu animieren konnten, dieses Jahr proaktiv anzugehen, nach neuen Lösungsansätzen zu finden und euch zu fragen, wie ihr Hürden, vor denen ihr vielleicht steht, tatsächlich meistern könnt.

 

Julia Jakob

Genau, also wir wünschen euch für dieses Jahr alles Gute, Schaffenskraft und aber auch die nötige Unterstützung für alles, was ihr angehen möchtet und natürlich, dass ihr gesund bleibt. Die Erkältungszeit ist noch nicht vorbei. Vielleicht hilft an der einen oder anderen Stelle doch wieder die gute alte Maske, auch wenn sie nicht verpflichtend ist, sodass ihr alle Ideen, die ihr habt, auch nicht krankheitsbedingt unterbrechen müsst und dass ihr einfach eine gute Zeit habt und wir euch dabei auch weiterhin begleiten können.

 

Abspann

In diesem Sinne, bis bald, bis zum nächsten Mal. Das war Dienstags im Koi, der Podcast von Kulturmanagement.net und wir hoffen, ihr schaltet auch beim nächsten Mal wieder ein. Über Feedback, inhaltliche Anregungen oder andere Kritik freuen wir uns per Mail an redaktion.kulturmanagement.net.